Die Hochzeitsrede des Bräutigams – was wichtig ist

Nachdem wir uns in einem der vorigen Beiträge bereits angeschaut haben, wie die perfekte Trauzeugenrede aussieht, widmen wir uns heute der Hochzeitsrede des Bräutigams. Wir ergründen, was eine Bräutigamrede benötigt, um das Publikum mitzureißen, zu Tränen zu rühren und ebenso unvergesslich zu werden wie die Feier an sich. Wenn du also vor der Herausforderung stehst, eine solche Rede halten zu müssen, findest du hier alles, was du wissen musst.

Gefühl und Humor in der Hochzeitsrede des Bräutigams

Beim Auftritt des Bräutigams steht ganz klar das Gefühl im Vordergrund. Der Mann dankt den Gästen und betont noch einmal die Liebe zu seiner Angetrauten. Dennoch schadet ein bisschen Humor für gewöhnlich nicht. Eine Rede, die ausschließlich auf Gefühl setzt, kann letztlich sogar weniger gefühlvoll wirken als eine Rede, die durch eine gewisse Leichtigkeit und den einen oder anderen lockeren Spruch glänzt. Ich empfehle, anfangs den Humor und gegen Ende das Gefühl in den Fokus zu rücken.

Anders als bei der Trauzeugenrede sollte es bei der Hochzeitsrede des Bräutigams eher gemäßigt zugehen. Witze auf Kosten der Braut funktionieren beispielsweise nur in beschränktem Rahmen. In diesem Rahmen bewegen sich unter anderem Klischees, die das Zusammenleben von Mann und Frau betreffen. Wenn der frischgebackene Ehemann darüber scherzt, bei der Organisation der Hochzeitsfeier kaum Mitspracherecht gehabt zu haben, wird ihm daraus niemand einen Strick drehen.
Am besten aber eignet sich Selbstironie – sofern es zum Bräutigam passt. Ein selbstironischer Einstieg macht den Redner nahbar und schafft Sympathie. Damit ebnet man den rührenden Worten, die noch folgen werden, den Weg in die Herzen der Zuhörer. Ein Beispiel für einen solchen Einstieg findest du hier.

Von einem lustigen Beginn gelangt man über einige Anekdoten elegant zu einem emotionalen Abschluss. Dort angekommen sollte man es vermeiden, zu viele Floskeln aneinanderzureihen. Trotzdem gehören bestimmte Formulierungen bei einer Hochzeitsfeier natürlich dazu. Wenn man Schwierigkeiten hat, die richtigen Worte zu finden, hört man am besten einmal aufmerksam in sich und drückt dann aus, was man wirklich empfindet.

Die richtige Länge der Bräutigamrede

Bei der Hochzeitsrede des Bräutigams gilt dasselbe wie bei jeder Form der privaten Rede – lieber kurz und knackig als lang und zäh. Die ideale Dauer würde ich bei drei bis fünf Minuten ansiedeln. So bleibt genug Zeit, sämtliche Inhalte unterzubringen, ohne eine bloße Aufzählung zu präsentieren. Zugleich aber läuft man nicht Gefahr, die Aufmerksamkeit des Publikums zu verlieren.

Besonders eine ausufernde Begrüßung sollte vermieden werden, denn nichts ruft mehr Langeweile hervor als eine Aneinanderreihung von Namen. Möchte man bestimmte Personen unbedingt explizit erwähnen, tut man dies besser im Anschluss an einen fesselnden Einstieg. Im Optimalfall baut man seine Grüße so in den Vortrag ein, dass sie mit dem sonstigen Redefluss verschmelzen. Die Eltern der Braut etwa kann man erwähnen, bevor man darauf zu sprechen kommt, was für eine atemberaubende Frau ihre Tochter ist.

Die Hochzeitsrede des Bräutigams und die der Braut

Obwohl wir in Zeiten der Gleichberechtigung von Mann und Frau leben, haben gewisse Traditionen nach wie vor Bestand. So ergeben sich einige Unterschiede bei der Hochzeitsrede des Bräutigams und der Rede der Braut. Beide sehen sich mit verschiedenen Konventionen konfrontiert. Auf die Brautrede werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch detaillierter eingehen, doch möchte ich die Gelegenheit nutzen, wenigstens kurz ein paar Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede zwischen diesen beiden Formen der Hochzeitsrede aufzuzeigen.

Während es schon immer zur Vermählung zweier Menschen dazugehört, dass der Mann ein paar Worte an die Hochzeitsgemeinschaft richtet, sind Brautreden eine eher junge Erscheinung. Weil die Zuhörer ihr folglich mit weniger festen Erwartungen begegnen, ist die Frau in ihrer Rede etwas freier. Darüber hinaus darf sie durchaus ein bisschen austeilen. Wie oben bereits erwähnt sollte der Bräutigam mit Neckereien vorsichtig umgehen, die Braut hingegen muss sich darüber nicht allzu viele Gedanken machen. Trotzdem sollte das Ganze nicht ausarten. Am Ende sind es auch bei der Brautrede die Gefühle, die wirklich zählen.

Ganz gleich, ob du Bräutigam oder Braut bist: Wenn du dich nach dem Lesen dieses Beitrags noch immer mit deiner Rede schwertust, unterstütze ich dich gern dabei. Als professioneller Redenschreiber fasse ich deine Gedanken und Gefühle in Worte und zaubere dir ein Skript, mit welchem du dein Publikum begeistern wirst. Einen Überblick über meine Angebote findest du hier. Stattdessen kannst du mir auch einfach eine Nachricht über das Kontaktformular oder per E-Mail schicken. Ich bedanke mich für dein Interesse und würde mich freuen, von dir zu hören!


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